Lion Heart Ultra Cross Triathlon in Primorsko/Bulgarien/Schwarzes Meer

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Siegerehrung: Links Sven Wucherpfennig (TG Neuss) 2. der M50 in 8:56:19 Stunden

Crosstriathlon 2,8/116/20 km Männer Gesamt 18./M50 2. Sven Wucherpfennig 8:56:19 h

(42:56/2:23/5:43:04/2:55/2:25:01)

Sven Wucherpfennig – 2. Platz beim Ultra-Cross-Triathlon am Schwarzen Meer

TG-Triathlet Sven Wucherpfennig wagte nun schon zum 4ten mal den Schritt zum großen Ultra-Cross-Triathlon unter dem Leitbild „Lion Heart“ (Löwenherz) im bulgarischen Primorsko (deutsch „Am Meer“), einem bekannten Seebad (4.000 Einwohner) mit weitem Sandstrand am Schwarzen Meer. Die Stadt Primorsko, heute auf einer kleinen felsigen Halbinsel gelegen, ist auf der Grundlage der versunkenen altthrakischen City von Ranuli entstanden.
Der Ultra-Cross-Triathlon fand zum 7. Mal statt und ging in diesem Jahr über die Distanzen 2,8 km Meeresschwimmen (2 Runden a 1,4 km)/116 km Cross mit dem Mountainbike (mit 2000 Höhenmeter)/20 km Cross-Run (mit 460 Höhenmeter). Um 7 Uhr in der Früh startete der Ultra an der Küste nahe dem Lion Heart Base Camp. Aufgrund erhöhten Wellengangs wurde die Strecke von 3km auf 2,8km abgeändert. Die Strecke wurde weiter ins Meer geführt, da hier der Wellengang ruhiger war. Die alte versunkene Stadt Ranuli soll von den Triathleten überschwommen worden sein. Sven Wucherpfennig entstieg als 9. Gesamt nach 42:56 Minuten den Fluten des Schwarzen Meeres. Nach einer Zeit von 2:33 Minuten für den Wechsel (Transition 1) ging es dann auf die 116 km-Radstrecke.

Was sich auf dieser Radstrecke tat, darüber berichtet Sven Wucherpfennig: „Die Cross-Radstrecke war wie immer hervorragend gekennzeichnet und ausgeschildert. Es waren auch nicht die Höhenmeter mit dem höchsten Punkt von 391 Meter, sondern es war der Zustand der Strecke. Die Nacht zuvor hatte es aus Kübeln geregnet. Dadurch verwandelte sich die Strecke in vielen Abschnitten zur Schlammpartie. Leider hatte ich nicht die richtigen Reifen dabei. Für die aufgeweichte Strecke wären Reifen mit größeren Noppen und weiterem Abstand zur Selbstreinigung angebracht gewesen. Somit wurde es stellenweise zur Rutschpartie.

Nach der ersten Stunde auf dem Rad lag ich 700 m vor meiner Bestzeit aus dem Vorjahr. Hier verlief die Strecke noch auf befestigten Wegen. Die Stunde darauf verlor ich schon 3,7 km aufgrund der aufgeweichten/schlammigen Strecke.  Nach 5:43:04 Stunden für die 116 ungeahnt schwierigen Kilometer kam ich in das Lion Heart Base Camp zurück. 20min langsamer als im Vorjahr. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, hier auszusteigen und das Rennen abzubrechen.

Ein weiteres „Did not finish“ wollte ich jedoch nicht haben. Schnell waren die kleinen Teufel aus den Kopf verjagt. Auch die viele Trainingszeit wäre für die Katz gewesen. Besonderen Dank auch an Stephan Seidel, der mir die Trainingspläne schrieb und an die Familie für die vielen Stunden, die ich trainieren konnte. Auch für Euch wollte ich das Rennen beenden. Nach einer Wechselzeit von 2:55 Minuten ging es auf die 20 km lange, ebenfalls sich in schwierigem Gelände hinziehende und unter Wasser stehende Lauftrecke. Die Wechselzeit betrug 1 Minute  mehr als im Vorjahr. Ich wollte zumindest mit schlammfreien und trockenen Socken auf die Laufstrecke gehen. Dieser Zustand hielt zumindest bis km 3 an, danach ließ es sich nicht mehr vermeiden, erneut nasse Füße zu bekommen. Der Rundkurs hatte bei Kilometer 7,5 einen Berg von 128 Meter und bei Kilometer 15,2 den höchsten Punkt mit 213 Meter (Gesamtanstieg 453 m). Die Strecke wurde in diesem Jahr kurzfristig – aufgrund des Regens – verändert und um 1 km verkürzt. Für die 20 km brauchte ich 2:25:01 Stunden. In einer Gesamtzeit von 8:56:19 Stunden beendete ich den längsten Triathlon von Bulgarien als 18. Gesamt (von 197 Startern und 167 Startern, die gefinisht haben). Ich konnte mich über einen hervorragenden 2. Platz von 18 Startern in der Altersklasse M50 freuen.“
Das Fazit von Sven Wucherpfennig: „Erneut eine schöne, familiäre Veranstaltung! Das Miteinander der Athleten vor, während und nach der Veranstaltung war wie immer herzlich. Der Veranstalter hatte sich sehr viel Mühe gegeben, um den Ablauf gut zu gestalten. Jeder Teilnehmer wurde per GPS vom Veranstalter überwacht und war auf einer großen Leinwand im Ziel für die Zuschauer sowie Online zu verfolgen. Während des Rennes war ich stellenweise – aufgrund der wittrigen Umstände – am Fluchen. Aber grad diese Umstände brachte die Veranstalter, Volunteers + Starter noch näher zusammen. Direkt im Ziel und auf der Partie kam man ins Gespräch darüber und viele neue Kontakte konnten geknüpft und aufgefrischt werden.“