Horst beim Championship in Samorin

Horst beim Championship in Samorin

Am 2.6. fand zum dritten Mal die Triathlon-Meisterschaft der Challenge-Rennserie (ca. 40 Rennen in 26 Ländern) in Samorin in der Slowakei statt. Das „Championship“-Event wurde in der X-BIONIC® SPHERE ausgetragen. Das ist das slowakische Olympische Trainingszentrum für 27 Sportarten und dient außerdem als Multi-Event-Anlage. Mit Hotelanlage, Restaurants, zwei Sportschwimmpools (50m und 25m), Pferdesportanlagen, Fitnessstudio, Kino, Kongresshallen, Spaßbad, Entspannungsbereichen, Leichtathletik-Stadion, uvm. bietet es mehr als gute Voraussetzungen um einen Meisterschafts-Triathlon durchzuführen.


 
Bereits am Tag vor der Meisterschaft gab es mehrere („Rahmenprogramm“-) Wettkämpfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von „Schnupperdistanzen“, über Sprint bis zur Olympischen Distanz – auch in Staffelform. Damit war Programm für die ganze Familie gegeben.
 
Unser Athlet Horst Huschauer hatte sich letztes Jahr in Almere, NL beim Rennen über die Ironman-Distanz für das Championship qualifiziert und nutzte die Gelegenheit in Samorin zu starten um sich mit den besten zu messen.


 
Beim Schwimmen ging es über 1,9 km durch die Donau, zunächst entgegen der Strömung und im zweiten Abschnitt zurück zum Schwimmstart und Ausstieg. Im Vorfeld war es wegen Strömung, niedriger Wassertemperatur und Treibgut nicht sicher, ob das Schwimmen stattfinden oder verkürzt würde. Trotz der warmen Außentemperaturen, hatten die Regenfälle der Woche für unangenehme Bedingungen gesorgt. Die Schleusen wurden für den Wettkampf so geregelt, dass die Strömung reduziert wurde, Treibgut wurde eingesammelt und die Außentemperatur tat das restliche um ein Schwimmen über die volle Distanz (hierzu gibt es in den Triathlon-Statuten genaue Regeln zum Schutz der Sportler) zu ermöglichen. Bei 14,4°C immer noch recht kalt, aber mit dem Neopren-Kälteschutz machbar.


 
Mit 38:48 Minuten hat sich Horst beim Schwimmen im Tempo zurückgehalten um nicht zu viel Energie zu verlieren und möglicherweise zu unterkühlen. Das war Platz 31 in der Alterklasse (AK). Dennoch sind die Finger beim Ausstieg etwas angefroren gewesen und die ersten Schritte etwas wackelig vonstattengegangen. Manche Athleten sind hier bereits ausgeschieden, wegen der Kälte oder der Strömung.
 


Von der Donau musste man über eine Brücke, die über einen Nebenarm der Donau führt, einigen Weg bis zur in der Anlage liegenden Wechselzone zurücklegen. Dort hieß es die Tasche mit den Dingen für das Fahrradfahren aufzunehmen, sich im Zelt umzuziehen (Neopren aus, Helm auf, etc.), die Tasche mit den Schwimmsachen befüllt am Zeltausgang abgeben, zum Fahrrad laufen und mit dem Rad zum Anfang der Radstrecke laufen. 6:06 Minuten vergingen hier für Horst.
 


Die folgende 90km lange Radstrecke bot eine idealtypische Einzelzeitfahrstrecke: Flach und – sobald man aus Samorin raus war – wenige Kurven. Hier gab es eine Besonderheit: Der international gültige Windschattenabstand zum Vordermann von 12 Metern war für diesen Wettkampf auf 20 Meter ausgedehnt und sehr konsequent kontrolliert worden. Bei Nichteinhaltung droht eine empfindliche Zeitstrafe, die man in der Penaltybox absitzen musste.
 


Hier konnte Horst in 2:24:48 Stunden (37,2 km/h) seine Stärke auf dem Rad ausspielen und hier einen guten 20. Platz erarbeiten.
 


Der nächste Wechsel ging mit 3:09 Minuten deutlich schneller – hier waren die Wege kürzer und außer dem Helm nichts auszuziehen.
 


Die 21km-Laufstrecke bot ein Kontrastprogramm zur Radstrecke und dem Schwimmen: Während beim Schwimmen das Wasser und beim Radfahren der Fahrtwind kühlten, waren nun die sommerlichen Temperaturen um 27°C zu spüren. Es galt viel zu Trinken und Kühlen. Der Kurs ist mit einigen Kurven und wechselnden Untergründen (Asphalt, Rasen, Pferdebahn, Pflastersteine) als abwechslungsreich zu bezeichnen. Hier zählt es noch genug Energie aufbringen zu können und Horst konnte hier in der AK die 16.-beste Zeit laufen. Da sein Laufen eigentlich nicht besonders stark ist, zeigt dies, dass die Power auf dem Rad genau richtig eingeteilt war – vermutlich besser als bei einigen Konkurrenten. Das zahlte sich aus und wurde mit einer Platzierung von 188. Gesamt von 626 Finishern und 21. von 44 Finishern in der Altersklasse M50 bei einer Gesamtzeit von 4:51:43 belohnt.
 


Abschließend noch ein paar Eindrücke.