Schwimmsport in Neuss trauert um Walter Manteufel

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Im Schwimmsport in Neuss hat Walter Manteufel viel bewegt. Am zweiten Weihnachtstag verlor der den Kampf gegen eine schwere Erkrankung, gegen die er sich lange standhaft gewehrt hatte.

NEUSS |(ben-) Helga Dittrich beschreibt ihren Stiefvater Walter Manteufel als überaus konsequent und diszipliniert. Zwei Charaktereigenschaften, die dem langjährigen Abteilungsleiter und Schwimmtrainer der TG Neuss auch halfen, einer schweren Erkrankung zu trotzen. Mehrfach kämpfte er sich zurück ins Leben, am ersten Weihnachtstag waren seine Kräfte aber aufgebraucht. Kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres verstarb er.

Konsequenz und Disziplin waren es aber auch, womit sich der 2002 pensionierte Grundschullehrer im Neusser Schwimmsport unvergesslich gemacht hat. Für seinen Einsatz erhielt er im Laufe der Jahre viele Auszeichnungen. Zuletzt 2008 die Graf-von-Pfeil-Zinnkanne von der TG Neuss, als er als Abteilungsleiter aufhörte. Vom Neusser SV kommend, hatte Manteufel bei der TG 1968 die Schwimmabteilung gegründet und auch als Sportlicher Leiter zur Blüte geführt. Er war nicht nur einer der Initiatoren der Startgemeinschaft Neuss-Dormagen (später SG Neuss), er führte auch viele junge Sportler zu Spitzenleistungen. Seine Stieftochter Gisela Dittrich (heute Hug) schwamm zum Beispiel in die deutsche Spitze, sein Stiefsohn Wolfgang Dittrich wurde einer der weltbesten Triathleten, der 1993 mit Platz drei beim Ironman auf Hawaii für Aufsehen sorgte. Fritz Alt und Norbert Vander sind weitere bekannte Namen aus dieser Zeit. Große Anerkennung verdiente sich Manteufel auch mit der Konzipierung des Schwimmfestes der TG Neuss. Doch nicht nur der Leistungssport lag ihm sehr am Herzen, er verkörperte auch den klassischen Schwimmlehrer, der unzähligen Anfängern aller Altersklassen das Schwimmen beibrachte. Neben seinen vier Stiefkindern und deren Kindern hinterlässt Walter Manteufel auch seine Frau Margot. Die inzwischen 91-Jährige stand ihrem Mann auch bei seinen sportlichen Aktivitäten immer eng beiseite.

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